Bund Deutscher
Schiedsmänner und Schiedsfrauen e.V. – BDS –
Bezirksvereinigung Kaiserslautern/Landau/Zweibrücken

Kommunikation im Schiedsamt

Trippstadt-Johanniskreuz (keh). Die Bezirksvereinigung Kaiserslautern – Landau – Zweibrücken im Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen e.V. mit Sitz in Kaiserslautern hat am 26.07.2018 zur jährlichen Aus- und Fortbildungsveranstaltung nach Johanniskreuz eingeladen. Sie konnte für diese Schulungsmaßnahme im Haus der Nachhaltigkeit die Mediatorin und Dozentin des BDS, Frau Marion C. Kenklies, gewinnen und begrüßen.

22 Schiedsmänner und Schiedsfrauen waren trotz hochsommerlicher Temperaturen der Einladung gefolgt, um über das Thema „Kommunikation im Schiedsamt“ geschult zu werden. Die Referentin zielte mit ihrem Schulungskonzept darauf ab, dass man nachhaltige Lösungen in der Streitschlichtung nur findet, wenn durch Aufbereitung des Konflikts, die Ursachen erkannt und entsprechend kategorisiert werden, wobei  Gesprächsregeln zur Konfliktentschärfung beitragen und durch aktives Zuhören sowie die innere Haltung zu Lösungsansätze führen können. Der Weg zu einem vollstreckbaren Vergleich sollte im Wesentlichen die Bedürfnisse der Parteien berücksichtigten und abwägen, damit es keinen Gewinner oder Verlierer gibt und die Lösung des Konflikts für alle tragbar ist. Frau Kenklies bezog die Schulungsteilnehmer aktiv in ihren Vortrag ein, indem sie verschiedene Begriffe und Eigenschaften, z. B. Konflikt, selektive Wahrnehmung, Kategorisierung oder Halo-Effekt definieren sollten.

Auch das Havard-Konzept wurde von Frau Kenklies kurz erläutert. Ziel der Methode ist eine konstruktive und friedliche Einigung in Konfliktsituationen ohne einen Verlierer. Im Vordergrund steht der größtmögliche beiderseitige Nutzen, wobei über die sachliche Übereinkunft hinaus, auch für beide Verhandlungsseiten die Qualität der persönlichen Beziehungen gewahrt bleiben soll.  

Allgemeines Fazit dieser Schulung: Eine qualitativ sehr gelungene Schulung mit einer kompetenten Dozentin. Der ein oder andere Mangel in der Streitschlichtung konnte dabei aufgedeckt werden. Für alle neuen Schiedsmänner und –frauen kam diese Schulung gerade recht; können sie doch das Erlernte für ihre neue Tätigkeit anwenden und aktiv umsetzen.